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Der Gründer

Jean Vanier, 1928 in Genf geboren, machte zunächst eine militärische Karriere, dann eine Karriere als Philosoph, bevor er sich entschied, sein Leben mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zu teilen. Als Schriftsteller und renommierter Humanist trug er eine universelle Botschaft in sich: Die Anerkennung der Verletzlichkeit eines jeden Menschen ist ein wesentlicher Weg zum Aufbau einer humaneren Gesellschaft. Jean Vanier ist 2019 verstorben.

Eine Begegnung

Die Arche wurde 1964 aus einer Begegnung zwischen Jean Vanier und zwei Männern mit einer kognitiven Beeinträchtigung, Raphaël Simi und Philippe Seux, geboren, die damals in einer psychiatrischen Anstalt lebten. Tief berührt von ihrer Not, beschloss Jean Vanier, mit ihnen in einem kleinen Haus in der Region Oise in Frankreich zu leben. Das ist der Beginn des Abenteuers…

Internationale Ausstrahlung

Dank aller, die sich ihr anschließen, wächst die kleine Gemeinschaft schnell und nimmt neue Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und junge Menschen aus der ganzen Welt auf, die deren Leben teilen wollen. Obwohl Jean Vanier dies nicht vorhatte, dauerte es nicht lange, bis einige sich entschieden, neue Archegemeinschaften in ihren Heimatländern zu gründen. So entstand 1969 mit der Gründung eines ersten Hauses in Daybreak (in der Nähe von Toronto, Kanada) eine Archegemeinschaft in Nordamerika. Bereits in den 1970er Jahren zog das Konzept der Arche Menschen in Indien, der Elfenbeinküste und in Honduras an.
Mit dieser geographischen Ausbreitung öffnete sich die Arche für sehr unterschiedliche Kulturen, Religionen, Sprachen und soziale Situationen. Ursprünglich in der katholischen Tradition entstanden, wurden die Gemeinschaften der Arche schnell ökumenisch oder sogar interreligiös, vereint um dieselben menschlichen Werte. Offen und der Welt gegenüber verpflichtet, wollen sie ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität sein.
1971 gründeten Jean Vanier und Marie-Hélène Matthieu die Bewegung Glaube und Licht, die Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, ihre Eltern und Freunde zu gemeinsamen Zeiten der Begegnung, der Freundschaft und des Gebets zusammenbringt.
Auch die Katimavics wurden 1972 aus der Arche heraus geboren. Es sind Tage ökumenischer Begegnungen, zu denen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung eingeladen sind, um gemeinsame Zeiten des Austauschs, der Erneuerung und des Feierns miteinander zu verbringen. Das Wort KATIMAVIC kommt aus der Sprache der Inuit und bedeutet „Treffpunkt“.

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